Category: blogs

427 glory – R.I.P. Carroll

Carroll Shelby is dead.

Es mußte irgendwann geschehen – nicht jeder Besitzer hat es wohl geschafft, sich seine Cobra vom Meister selbst signieren zu lassen.


Dafür existieren auf diesem Erdball wahrscheinlich 100mal mehr Replicas als Originale.

Die Kopien und Nachahmungen des Originals sind der wahre Tribut der versammelten globalen Autofahrerschaft – die real gewordene Anbetung des Wahnsinns auf Rädern – und sei es auch nur mit einem Ford V6 drin – nix für Puristen.

So muß das sein – THUNDER AND GREASED LIGHTNING….:

427cui, 425 SAE-HP, 1/4mile in <12s – das sind die Eckpunkte, die Mann als Kind schon aus dem Autoquartett kannte.
Und die Großen erzählten sich die Legende vom 50$-Schein, den man behalten durfte, sollte man es als Beifahrer des Meisters schaffen, während der Beschleunigungsphase von 0-60 den Arm bis hoch zur Sonnenblende zu bekommen, hinter der diese versteckt war – allein der Zeitfaktor kann da bei Grobmotorikern schon kritisch werden-von der brachialen Beschleunigung mal ganz zu schweigen.

Das ganze Gefährt war doch eine sehr amerikanische Lösung.
Man nehme einen netten schmalen britischen Sportwagen als Basis, bastle einen 289cui ein und – holla – das Ding geht wie Hölle.
Im Vergleich zur verbreiterten 427 nimmt sich die 289 noch richtig zahm aus.
Hier ein paar Scans eines Prospekts aus meiner Sammlung:

 

danach:
427cui – der Kulminationspunkt ist erreicht.

Es kam in den folgenden Jahrzehnten noch viel aus der Schmiede Shelby auf die Straßen – vieles davon war auch nur noch von diesem gelabelt – im Gedächtnis wird vor allem sie bleiben: die unsterbliche, eigentlich unfahrbare Cobra 427.

So ein Maschine gewordener Irrsinn wird legal wohl nie wieder auf dern Markt kommen…