Viertelmeilenrennen. Für alle.

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Erst war es ein illegales Freizeitvergnügen von Halbstarken, dann Thema in Filmen wie “…denn sie wissen nicht was sie tun” oder “American Grafitti”: Das Viertelmeilenrennen. Längst ist aus dem legendären Duell über 402,34 m gerade Strecke populärer US Motorsport geworden. Hat die Viertelmeile auch in Deutschland eine Chance? uberautos.de war beim European Fun Race dabei

Stehender Start, gerade Strecke, 402 Meter. Beschleunigen und die Distanz möglichst schnell zurücklegen und den anderen besiegen. Das Viertelmeilenrennen in Kurzform. Genau das richige für mich. Mit meinem Bimmer (318i) habe ich als 19 jähriger andere beim Ampelrennen abgesägt. Inzwischen, jedoch, bin ich 40 und verlasse selten den Spritsparmodus. Ob ich es noch draufhabe?

Ich kann es ausprobieren. Beim European Fun Race – Germany. Seit 2006 gibt es dieses offene Beschleunigungsrennen in  Deutschland. Teilnehmen können Fahrer mit Serienfahrzeugen, Eigenbauten, Zweiräder, Quads und Karts. Etwas mehr als ein Dutzend Teilnahmebedingungen werden auf der Website genannt. Die wichtigsten sind Führerschein, Versicherung, Fahrzeug darf kein Öl verlieren und darf nicht lauter als 100 db sein. Klingt machbar. Doch bevor ich mich zum nächsten Rennen anmelde, sehe ich mir das Fun Race erstmal an.

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Professionell organisiert: European Fun Race Germany

Aldenhoven, NRW: In dem kleinen Ort bei Aachen findet regelmäßig das Rennen für Jedermann statt. Ausgetragen wird es u.a. auf der FTL, Europas größter “Film-Autobahn”. Irgendwie passend, denn als einst illegale Freizeitbeschäftigung von Halbstarken fand das Viertelmeilenrennen seinen Weg in Filme wie “…denn sie wissen nicht was sie tun” oder American Grafitti.

Während das Viertelmeilenrennen in den USA, wo es in den 50ern entstand, fester Bestandteil der Automobil-Kultur ist, hat es in Deutschland die Schmuddelecke nie verlassen können. Wer Beschleuningsrennen fährt ist ein Bad-Boy. Damit es nicht so bleibt, gibt es das European Fun Race: Eine günstige und legale Alternative zu den illegalen Straßenrennen, bei denen junge Fahrer Kopf und Kragen riskieren.

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Auch nicht mehr jung: D Kadett

Mit 40 gehöre ich zwar nicht mehr zu den jungen, aber das macht nichts: Bei meinem Besuch in Aldenhoven stelle ich fest, dass beim zweitägigen European Fun Race nicht nur Jungs und Mädchen antreten, sondern auch gestandene Männer und Frauen.

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Bunter Salatteller: Ein echtes Musclecar und ein spanisches Auto

Ebenso bunt gemischt wie die Fahrer und das Publikum sind die Fahrzeuge, mit denen die Teilnehmer an den Start gehen. Von Muttis altem Corsa über Porsche und Mercedes bis zum echten Oldschool Musclecar ist alles dabei.

Es gibt noch ein paar andere Dinge, die mir an diesem Samstag in Aldenhoven auffallen: Das Motorsport-Event läuft reibungslos ab, ist nicht überlaufen, es herrscht friedliche Atmo, Rettungskräfte stehen bereit (Keine Verletzten in 6 Jahren EFR) und man kann auf dem Gelände seine Zelte aufschlagen.

Das wichtigste, jedoch, ist, dass die Teilnehmer das legale Rennen als genauso aufregend empfinden, wie ein illegales. Das kommt dem Mission Statement auf der Website des EFR Germany recht nahe: Junge Fahrer davon abhalten, das eigene Leben und das anderer bei illegalen Rennen unnötig auf´s Spiel zu setzen.

Fazit meines Besuchs: Das Viertelmeilenrennen hat Potential in Deutschland. Daraus könnte sich sogar ein echter Breitensport entwickeln, da sich bereits mit geringem Einsatz etwas erleben lässt, was es in Deutschland nicht mehr gibt: Freude am Fahren.

Links:

European Fun Race – Germany
EFR Fan Page FB
FTL – Film und Test Location

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