Driften? Auf einem Dach? In 300 Meter Höhe?

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Kann man auf dem Dach eines Wolkenkratzer driften? Kommt man unbeschadet mit hoher Geschwindigkeit durch ein kleines Loch in der Wand? Stuntman Roland Leyer und Rallye Fahrer Marco Walz stellen populäre Webvideosequenzen nach. Ich war als Fotograf bei den Drehs für die Sendung auto mobil dabei, die bei VOX ausgestrahlt wird.

“Wir drehen hier gerade und haben keinen Fotografen. Hast du Zeit?”
“Ja”

Nein, hab ich nicht. Aber es gibt Gelegenheiten, für die man Zeit haben muss. Zum Beispiel dann, wenn Roland Leyer, Ex-Stuntman bei “Alarm für Cobra 11″, was mit Autos macht.

Der Dreh findet auf dem Gelände vom Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich statt. Zusammen mit dem Rallye Fahrer und Instruktor Marco Walz stellt Roland populäre Webvideosequenzen nach, in denen Menschen abgefahrene Tricks mit Autos zeigen um eines herauszufinden: Echt oder Fake?

Wer einen kleinen Einblick hat ins Filmbusiness, der weiß, dass diese Frage gerechtfertigt ist. Ein wesentlicher Teil der Actionszenen entstehen heute am Rechner. Das ist nicht nur billiger, sondern ermöglicht Szenen, die man in der Realität niemals drehen könnte.


Driften in Grevenbroich. Für VOX.

Es sind zwei Sequenzen, denen Roland und Marco auf den Zahn fühlen. In der ersten driftet ein BMW auf dem Dach eines Wolkenkratzers, in der zweiten fährt bzw. driftet das Auto in hohem Tempo durch mehrere große Wände aus denen die Form des Fahrzeugs herausgesägt wurde.

Autos auf dem Dach von Wolkenkratzern? Hat es das nicht bereits gegeben? Ich erinnere mich dunkel an einen Werbespot: Der Fahrer beschleunigte das Auto und brachte es mit spektakulären Bremsmanövern am Rand des Daches zum Halten. Wenn ich mich recht erinnere war das vor der Zeit von Computer Generated Images (CGI) und so aufsehenerregend, dass die Zeitungen darüber berichteten.

Die beiden aktuellen Videos halte ich für Fakes. Welche Schlüsse Roland und Marco ziehen, seht ihr bei Vox unter diesem Link, ab 43:10

Als Setfotograf bei einem Dreh dabeizusein erfordert Geduld und Improvisationsvermögen. Dort, wo man die besten Bilder machen könnte, steht der Kameramann, will man sich woanders positionieren, muß man aufpassen, dass man nicht ins Bild läuft; wird der Ton aufgenommen, darf das Auslösegeräusch der Kamera nicht zu hören sein. Blitz verwenden ist Tabu und zwischen den Aufnahmen entstehen durch Auf- und Abbau der Requisiten Wartezeiten, die manchmal Stunden dauern. Geht´s dann endlich los musst du sofort wieder 100% abrufen, weil die Szene eventuell nur ein einziges Mal gedreht werden kann.

Trotz dieser Einschränkungen gehört Setfotografie zu meinen Fav.Jobs. Warum? Ich liebe Autos und Action.

Hier sind die Fotos vom Drehtag im FSZ Grevenbroich

4 comments

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